Deine sensiblen Daten sollen jetzt KI-Modelle trainieren. Dieses neue EU-Gesetz sagt jetzt JA! So bewahrst du trotzdem die Kontrolle über deine Daten
Das EU Digital Omnibus Gesetz könnte den Datenschutz, wie wir ihn kennen, massiv aufweichen. Erfahre, was auf dich zukommt und welche Schritte du jetzt ergreifen solltest.
Die EU-Kommission hat gerade still und heimlich einen der größten Angriffe auf deinen Datenschutz vorbereitet – und die meisten Menschen haben keine Ahnung davon.
Im November 2025 wurde der sogenannte „Digitale Omnibus” vorgestellt – ein Gesetzespaket, das unter dem Deckmantel von „Bürokratieabbau” die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) massiv aufweichen soll. Was das für dich bedeutet? Deine privatesten Daten könnten bald legal für KI-Training missbraucht werden – ohne dass du überhaupt gefragt wirst.
Was ist das Digital Omnibus Gesetz überhaupt?
Der „Digitale Omnibus” ist ein umfassendes EU-Gesetzespaket, das bestehende Digitalregulierungen vereinfachen soll. Es betrifft vier Hauptbereiche: Datenschutz, Datennutzung, Cybersicherheit und KI-Regulierung.
Klingt harmlos? Ist es nicht.
Hinter dem technokratischen Ziel der „Vereinfachung” verbirgt sich eine beunruhigende Tendenz: zentrale Schutzmechanismen der DSGVO sollen abgeschwächt, Pflichten für Unternehmen gelockert und neue Schlupflöcher für die Verarbeitung personenbezogener Daten geschaffen werden – insbesondere zugunsten von KI-Trainingszwecken.
Die 3 Horror-Szenarien, die auf dich zukommen
Horror-Szenario #1: Deine Daten für KI-Training – ohne deine Zustimmung
Die Nutzung personenbezogener Daten zum Training von KI-Systemen soll künftig auf Basis des berechtigten Interesses erlaubt werden, ohne dass dafür die ausdrückliche Einwilligung der betroffenen Personen erforderlich ist.
Was heißt das konkret?
Stell dir vor: Du chattest mit ChatGPT über deine Gesundheitsprobleme, deine Karrierepläne oder persönliche Beziehungskrisen. Bisher brauchten Firmen deine Zustimmung, um diese Daten für KI-Training zu nutzen – auch wenn diese „Zustimmung” oft nur ein schnell weggeklickter Banner war oder ein Hinweis wie „Deine Chats können von Prüfern mitgelesen werden”, den die meisten Nutzer ignorieren.
Wenn das Gesetz durchgesetzt wird? Selbst diese minimale Form der Warnung oder Zustimmung entfällt komplett. Firmen können einfach sagen: „Wir haben ein berechtigtes Interesse daran, unsere KI zu verbessern” – und schon landen deine privatesten Gedanken im Trainings-Dataset. Keine Warnung. Keine Banner. Keine Möglichkeit, dem zu widersprechen, bevor es passiert.
So heißt es im Dokument: „Das wäre etwa dann der Fall, wenn das Verarbeiten von persönlichen Daten notwendig ist, um Bias zu entdecken und zu entfernen, oder wenn das Verarbeiten von persönlichen Daten darauf abzielt, akkurate und sichere Outputs für einen förderlichen Zweck zu nutzen”.
Klingt gut? Das ist pure Augenwischerei. Praktisch JEDE Firma kann behaupten, sie müsse deine Daten verarbeiten, um ihre KI zu verbessern – und du erfährst es nicht mal mehr.
Horror-Szenario #2: Pseudonymisierte Daten = Freiwild
Die Definition pseudonymisierter Daten soll enger gefasst werden. Dadurch würde der Schutzumfang personenbezogener Informationen sinken, was den Einsatz solcher Daten für Unternehmen erleichtert.
Was bedeutet das für dich?
Pseudonymisierte Daten sind Daten, bei denen dein Name durch eine ID ersetzt wurde – wie „User_12345” statt „Max Mustermann”. Bisher galten diese Daten noch als schützenswert.
Wenn das Gesetz kommt? Sobald deine Daten pseudonymisiert sind, gelten sie praktisch nicht mehr als „personenbezogen”. Das heißt:
- Firmen können sie frei nutzen
- Cookies und Werbe-IDs fallen nicht mehr unter DSGVO-Schutz
- Dein Surfverhalten, deine Käufe, deine Interessen – alles kann legal getrackt und verkauft werden
Die EU macht damit praktisch den Weg frei für massenhaftes Tracking und Profiling – ganz legal.
Horror-Szenario #3: Sensible Daten nicht mehr „sensibel”
Artikel 9 DSGVO soll überarbeitet werden. Besonders schützenswert wären künftig nur noch Informationen, die sensible Merkmale – etwa Gesundheit, politische Meinung oder sexuelle Orientierung – direkt offenbaren. Abgeleitete oder nur über aufwendige intellektuelle Prozesse erschlossene Sensibilitäten fielen unter die allgemeinen DSGVO-Regeln.
Hier wird es richtig gruselig.
Bisher waren bestimmte Daten besonders geschützt:
- Gesundheitsdaten
- Politische Überzeugungen
- Sexuelle Orientierung
- Religiöse Ansichten
Mit dem neuen Gesetz? Nur wenn du explizit sagst „Ich bin homosexuell” oder „Ich habe Diabetes”, fallen diese Infos unter besonderen Schutz. Wenn eine KI aber aus deinen Instagram-Likes, deinen Google-Suchen oder deinen Shopping-Gewohnheiten ableitet, dass du wahrscheinlich queer bist oder gesundheitliche Probleme hast – KEIN besonderer Schutz mehr.
Das ist der Freifahrtschein für:
- Versicherungen, die dich heimlich diskriminieren
- Arbeitgeber, die dich aufgrund abgeleiteter Gesundheitsdaten ablehnen
- Werbefirmen, die deine intimsten Schwächen ausnutzen
Cookie-Banner verschwinden – aber nicht wie du denkst
Das Setzen und Auslesen von nicht notwendigen Cookies soll künftig nicht mehr zwingend eine aktive Zustimmung erfordern. Website-Betreiber könnten sich auf berechtigtes Interesse berufen. Nutzer hätten danach lediglich die Möglichkeit, dieser Verarbeitung zu widersprechen.
Die EU verkauft das als „Vereinfachung” – keine nervigen Cookie-Banner mehr!
Die Realität? Tracking-Firmen und Datenhändler dürfen dich dann STANDARDMÄSSIG überwachen. Du musst dann nachträglich widersprechen (falls du überhaupt merkst, dass du getrackt wirst).
Das ist, als würde man Einbrechern erlauben, in dein Haus einzubrechen – und du darfst sie nur nachträglich rauswerfen, falls du sie erwischst.
„Aber das ist doch gut für Innovation und Wirtschaft!”
Falsch.
Datenschutzorganisation noyb steht auf der Position, dass die EU mit ihrem digitalen Omnibus nicht weniger als die Grundprinzipien der DSGVO zerstören könnte. Viele Elemente der vorgeschlagenen Reform verstoßen eindeutig gegen die Rechtsprechung des EuGH, europäische Konventionen und die Europäische Charta der Grundrechte.
Paul Nemitz, ehemaliger EU-Kommissionsdirektor, schreibt, dass vom Datenschutz „nichts bleiben wird” und die Menschen mitsamt ihrem gesamten Leben und Denken zur „Nahrung für riesige, gewinnorientierte KI-Systeme” werden.
Die Wahrheit: Das Gesetz hilft nicht europäischen Start-ups. Es hilft Big Tech – Google, Meta, OpenAI – ihre Datensammelmaschinen noch effizienter zu machen, während deine Grundrechte auf der Strecke bleiben.
Was kannst du JETZT dagegen tun?
1. Verwende KI-Tools, die deine Daten respektieren
Nicht alle KI-Assistenten sind gleich. Während ChatGPT, Gemini und Co. standardmäßig deine Daten für Training nutzen (und mit dem neuen Gesetz noch freier damit umgehen können), gibt es Alternativen, die Datenschutz ernst nehmen.
Achte auf KI-Tools, die:
✅ Keine Daten für Training nutzen – niemals, unter keinen Umständen
✅ Verschlüsselt deine Chats – nicht einfach Plain-Text-Speicherung
✅ Keine Logs speichern – deine Chats müssen sofort und ohne Aufbewahrungszeit komplett gelöscht werden können
🔒 Datenschutzfreundliche KI nutzen ist die beste Verteidigung gegen diese Gesetze. Wenn deine Daten verschlüsselt sind und niemals für Training genutzt werden, können Firmen sie auch mit dem neuen Omnibus-Gesetz nicht missbrauchen.
Egal ob das Gesetz durchkommt oder nicht – mit den richtigen Tools bist du immer auf der sicheren Seite.
2. Informiere dich und andere
Teile diesen Artikel. Die meisten Menschen wissen nicht, was gerade passiert. Je mehr Menschen Bescheid wissen, desto größer das Bewusstsein für echte Datenschutz-Alternativen.
Sprich mit:
- Familie und Freunden über die Risiken
- Kollegen über sichere KI-Alternativen
- Deinem Umfeld über die Wichtigkeit von Datenschutz
Die beste Verteidigung gegen Überwachung ist ein informiertes Netzwerk von Menschen, die bessere Werkzeuge nutzen.
Die Uhr tickt
Nach der Veröffentlichung der Vorschläge im November 2025 werden das EU-Parlament und der Rat der Mitgliedstaaten eigene Positionen zum Gesetzespaket vorlegen. Der Prozess dauert Monate – aber wenn das Gesetz erst mal durch ist, gibt es kein Zurück mehr.
Jetzt ist der Moment zu handeln.
Verwende datenschutzfreundliche KI-Tools wie CamoCopy. Informiere andere. Schütze deine Daten proaktiv.
Deine Privatsphäre ist kein Luxus. Sie ist ein Grundrecht. Und die einzige Möglichkeit, dieses Grundrecht zu schützen, ist die Verwendung von Werkzeugen, die Datenschutz nicht nur versprechen – sondern technisch garantieren.
🔐 Schütze dich heute noch: Wechsle zu KI-Assistenten wie CamoCopy, die deine Daten niemals für Training nutzen, verschlüsselte Chats bieten und dir volle Kontrolle geben. Denn eines ist sicher: Mit oder ohne Digital Omnibus Gesetz – bei den großen Tech-Giganten wird Datenschutz nie Priorität sein. Sei smarter. Wähle Alternativen, die dich wirklich schützen.
Teste die beste datenschutzfreundliche ChatGPT-Alternative hier kostenlos.